Schwertkampfausrüstung – Der ultimative Ausrüstungsguide fürs historische Fechten

Veröffentlicht von Uli Schade am

Der ultimative Ausrüstungsguide

(für interne)

Vorwort

Wenn du bereits bei einem unserer Probetrainings warst, weißt du, dass außer bequemer Sportkleidung erstmal nichts weiter benötigt wird. Ein Schwert ist eigentlich immer übrig und gerade beim Probetraining ist die Intensität so gering, dass (eigentlich) nichts passieren kann. Irgendwann kommen aber stets die gleichen Fragen: Was sollte ich mir als Erstes kaufen und vor allem, wo? Auch wir hatten so einige Fehlkäufe bis wir leidlich begriffen haben auf was es wirklich ankommt. Der Test der neuen Jacke mit „Schlag mich mal mit steigender Intensität“ ist seit dieser Zeit ein Running Gag bei uns. Das wollen wir allen Nachfolgenden natürlich gerne ersparen. 

Die hier folgende Aufzählung bezieht sich ausschließlich auf unser Training und hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Andere Vereine, andere Sitten. 

Wer eine wirklich umfassende Zusammenstellung haben möchte (insbesondere andere Waffengattungen), dem möchte ich hier den Artikel von Torsten Schneyer der Stahlakademie in Leipzig ans Herz legen. In dem ein oder anderem Punkt gehen die Meinungen aber sicherlich auseinander. Letztlich muss immer jeder selbst wissen welchen Standard er für sich anlegt.

Wir trainieren bis dato allerdings ausschließlich mit dem Langen Schwert, weshalb die folgende Liste in erster Linie dafür ist.

Bevor sich der ein oder andere zu früh freut: Wir reden hier nur vom „modernen“ Schwertkampf

Was brauche ich wann?

Längst nicht alles was man heutzutage käuflich erwerben kann macht unbedingt Sinn. Erst recht nicht von Anfang an. Wir unterteilen dabei allgemein in drei Phasen, wobei die Übergange fließend sind. Ich bleibe bei meinem Grundsatz: Du wirst merken, wenn du ohne weitere Ausrüstung im Training nicht mehr weiterkommst. Ganz einfach weil die mögliche Intensität beim Training deinem Fortschritt nicht schritt hält. Je eher du also dein erstes Equipment bestellst, desto weniger läufst du Gefahr unnötig ausgebremst zu werden, weil du beispielsweise monatelang auf deine Jacke warten musst (keine Seltenheit).

Die Zeitangaben sind grobe Erfahrungswerte. Je nachdem wie oft du es zum Training schaffst und wie viel du außerhalb übst wird es bei dir anders aussehen.

Die Einstiegsphase (ca. 0-6 Monate)

Du hast die ersten Probetrainings erfolgreich bestanden und tatsächlich noch Interesse dich tiefer reinzuknien. Herzlichen Glückwunsch, du wirst es sicher nicht bereuen.

Neben deiner normalen Sportkleidung benötigst du erstmal nicht viel. Wir passen auf dich auf und jeder deiner Technikpartner wird erfahren genug sein, die Intensität deinen Skills und deiner (nicht) vorhandenen Ausrüstung anzupassen. Trotzdem: Wo Menschen mit, wenn auch nur stumpfen, Schwertern hantieren, passieren Fehler. Schneller als einem lieb ist, kassiert man einen Treffer auf Hand und Finger, oder im blödesten Fall sogar am Kopf. Für den Anfang empfehlen wir daher leichte Handschuhe. Gefütterte Schweißerhandschuhe aus dem Baumarkt für etwa 10€ reichen hier völlig aus und haben sich bei (sehr) leichten Treffern als brauchbar erwiesen. Weiterhin solltest du zeitnah über eine Fechtmaske nachdenken. Je eher, desto besser. Wir verstehen aber auch, dass man  Anfangs noch zögert einen dreistelligen Betrag für ein neues Hobby in die Hand zu nehmen. Aber je eher du über entsprechende Schutzausrüstung verfügst, desto mehr kann dich dein Trainingspartner fordern und umso schneller wirst du Fortschritte erzielen ohne unnötiges Risiko einzugehen. Es liegt an dir, wie weit und wie schnell du mitziehen möchtest. Nach einigen Monaten wird dir das Wasserfechten in Zeitlupe aber sehr wahrscheinlich langweilig werden. Deinem Trainingspartner tust du damit auf Dauer übrigens auch nicht wirklich einen Gefallen 😉

Das regelmäßige Training (ab ca. 6 Monaten)

Beim Aufwärmen kannst du routiniert Schritt halten und auch die ersten Stücke beherrschst du solo und mit Partner im Schlaf. Es wird Zeit deiner Maske mit einer vernünftigen Polsterung inkl. Hinterkopfschutz ein Upgrade zu verpassen. Dann scheppert es auch nicht mehr so stark 😉 

Ebenfalls ist es nun Zeit sich eine vernünftige Jacke zuzulegen. Und zwar eine solche, welche dich auch im späteren Freikampf gut zu schützen weiß. Tue dir selbst einen Gefallen und kaufe lieber einmal etwas anständiges anstatt mit einer Notlösung beim Training zu erscheinen und sich dann nach jedem Training über diverse und meist üble blaue Flecken zu ärgern. Auch hier kann ich nur aus Erfahrung sprechen: Wer billig kauft, kauft zweimal. Außerdem kannst du dich nicht früh genug an das zusätzliche Gewicht am Körper und den Schweißfaktor gewöhnen.

Weiterhin gehört ein Halsschutz gegen Stiche zur Kehle zwingend dazu. Der Latz der Fechtmaske sowie die Jacke schützen zwar vor direktem Hautkontakt mit der Klinge, der Impakt kann trotzdem schnell unangenehm werden. Und wenn es blöd läuft findet die Klinge auch mal schnell ihren Weg zwischen Maske und Jacke. Murphies Law lässt grüßen. Da kann des Gegners Klinge noch so biegsam sein: Das kann richtig böse enden!
Spätestens jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt um dir dein eigenes Schwert/Feder zuzulegen. So musst zu ggf. zuhause nicht mehr mit dem Besenstiel vorlieb nehmen und machst dein Leihschwert für nachrückende Interessierte frei.

Um schwere Handschuhe wirst du nun auch nicht mehr herum kommen, wenn dir deine Finger lieb und teuer sind.

Last but not least: Du bist nun spätestens jetzt ein Teil von uns, also kleide dich entsprechend .-) Die obligatorischen Beinstulpen in unseren Farben blau und rot sollten es wenigstens sein. Weiterhin kannst du dich natürlich auch weitreichend in unserem Shop einkleiden und tust so ganz nebenbei auch noch etwas Gutes, denn resultierende Gewinne fließen zu 100% zurück in den Verein 😉

Freikampf inkl. eventueller Turnierteilnahme (ab ca. 18 Monaten)

Du schaffst es tatsächlich regelmäßig zum Training und das ein oder andere mal hast du dich auch bereits in den leichten Freikampf gewagt. Mit steigendem Fortschritt wirst du mutiger. Das ist völlig legitim. Spätestens jetzt solltest du aber deine Ausrüstung komplettieren. Mit Jacke, Maske und eigenem Schwert hast du bereits den größten Batzen am sauer verdientem Geld auf den Tisch gelegt. Jetzt fehlt nur noch eine passende Hose sowie Knie- und Schienbeinschoner und ggf. entsprechende Protektoren für Unterarme, Ellenbogen und die Oberarme, falls du diese nicht sowieso schon damals mit der Jacke erworben hast (SPES Modell AP Pro/Fechtschule Gdansk *hust*). 

Auch wenn ein entpechender Treffer eher selten vorkommt: Das beste Stück sollte man nicht ungeschützt lassen also gönne dir einen Tiefschutz. Auf die paar Euro kommt es jetzt auch nicht mehr an.
Besonders für Frauen empfiehlt sich ein zusätzlicher Brustschutz unter der Jacke. Wenn du hart im nehmen bist geht es sicherlich auch ohne, aber bitte hinterher nicht jammern. 

Spätestens wenn du das erste mal mit zu einem Turnier fährst kannst du auf keine Gnade mehr hoffen bzw. wirst du ohne entsprechende Ausrüstung gar nicht erst zugelassen.

Für den Einsteiger klingen die vorangegangenen Worte vielleicht sehr martialisch und als ob unser Sport extrem gefährlich wäre. In der Praxis passiert dann zum Glück relativ wenig. Das liegt aber halt auch an der strikten Nutzung vorhandener Ausrüstung und angemessenem Verhalten im Training. Dann lieber regelmäßig eine Materialschlacht, als nach dem Training mit Platzwunde oder blauen Fingern nachhause zu kommen.

Anschaffung weiterer Trainingswaffen?

Der Vernunftmensch sagt: Eine Trainingswaffe reicht völlig. Auf der anderen Seite kann es durchaus Sinn machen verschiedene zu besitzen, da beispielsweise die Flexibilität der Klinge und damit verbunden das Verhalten im Band durchaus Unterschiede in der Ausführung ergeben. So haben manche unserer Mitglieder durchaus ein klassisches Langschwert für das Techniktraining und eine Fechtfeder für das Freikampftraining. Beides hat in jeweiliger Situation Vor- und Nachteile, die sich allerdings auch zum großen Teil ausblenden lassen. Unterm Strich ist es Gewohnheitssache. Dazu mehr weiter unten. Auch mit einem normalem Langschwert kann man in den Freikampf gehen. Und auch mit einer Feder kann man adäquates Techniktraining betreiben. Letztlich hängt es von dir ab. Wenn dein persönlicher Schwerpunkt auf den Techniken und der Kunst als solches liegt, kannst du mit ruhigem Gewissen zum Langschwert deiner Wahl greifen. Suchst du eher den kompetitiven Aspekt würde ich eine Feder empfehlen, da du über kurz oder lang sowieso nicht daran vorbeikommen wirst. Bei Turnieren sind sie gängiger Standard und oftmals auch vorgeschrieben.

Worauf ist zu achten?

Die folgende Auflistung soll die wichtigsten Kaufkirtierien aufzeigen. Wir orientieren uns hier zum großen Teil am Regelwerk unseres Dachvereins und ergänzen unsere eigenen Präferenzen und Erfahrungen. Wenn du bei uns bereits ein Schwert/eine Feder in der Hand hattest, was dir ausgesprochen zusagt, aus welchen Gründen auch immer, so spricht nichts dagegen dir genau jenes nochmals zu bestellen. Bist du dennoch unschlüssig, bietet diese Auflistung hier eine gute Orientierung.

Die Trainingswaffe

Wir verwenden im Training ausschließlich das lange Schwert, bzw. Federn, weshalb ich mich an dieser Stelle darauf beschränken möchte.

  • Stumpfe Klinge, logisch. Schlagkante wenigstens 2mm Radius, besser mehr
  • abgerundete Spitze. Als Orientierung kann hier ein 1€-Stück dienen.
  • Gesamtgewicht sollte in etwa zwischen 1400g bis 1800g liegen. Eine Feder liegt je nach Länge bei um die 1600g. Leichte Waffen sind tendenziell schneller. Schwere Waffen lassen sich in der Regel besser führen.
  • Griff mindestens 25cm, besser 30cm
  • Parierstange möglichst gerade zwischen 20 – 30cm, Parierringe optional (bei manchen Turnieren verboten)
  • Knauf stirnseitig möglichst flach und möglichst ergonomisch in Kugel, -Birnen oder Diamantform
  • vernieteter Knauf (erspart das ständige Nachziehen mit dem Sechskant-Schlüssel)
  • Schwerpunkt 5-10cm von der Parierstange entfernt. Etwa 5cm sind gängiger Standard.

Speziell für Fechtfedern bei Turnierteilnahme: (laut Regelwerk unseres Dachverbandes)
 
  • Klingenlänge maximal 105 cm
  • Gesamtlänger maximal 140 cm 
  • Parierstange zwischen 20 und 30 cm lang
  • Gewicht zwischen 1200g und 1800g
  • Die Klinge sollte sich gegen ein Prüfgewicht von 15 Kg sichtbar durchbiegen
  • Ort und Schilt müssen gerundet sein
  • Ansonsten gelten oben genannte Empfehlungen

Schutzausrüstung

Disclaimer: Die hier namentlich genannten Hersteller und Verkäufer stellen keine Kaufempfehlungen sondern meine persönliche Meinung und Erfahrung dar. Die Beispielbilder wurden mir freundlicherweise von trainingsschwerter.de bzw. Sparring Glove zur Verfügung gestellt.

Fechtmaske

Die Fechtmaske schützt deinen Kopf. Sie sollte dem FIE-Standart entsprechen. Der Latz muss eine ausgewiesene Stichfestigkeit von 1600N(ewton) besitzen. Inwzwischen gibt es hier auch Modelle für das historische Fechten. Eine Standartmaske für das olympische Fechten tut es aber auch und war und ist lange Zeit gängiger Standart. Ab etwa 120€.

Maskenpolsterung inkl. Hinterkopfschutz

Keine Maske ohne Hinterkopfschutz. Sie schützt einerseits die Maske vor zu starker Belastung, andererseits dämpft die die Treffer zum Kopf. Ein Hinterkopfschutz ist obligarisch und bei den besseren Modellen bereits integriert. Ab ca. 60€

Halsschutz

Der Halssschutz wird unter die Jacke gezogen. Er ist eine zusätzliche Barriere der Klinge auf dem Weg zu deinem Kehlkopf. Bei leichtem Techniktraining sicher nicht zwingend nötig, aber sicher ist sicher. Ab etwa 30€

Fechtjacke

Hier wird es spannend. Denn daran scheiden sich die Geister. Elementar ist für viele die Stichfestigkeit. Diese sollte wenigstens 350N betragen. 800N sind besser. Der Messwert gibt allerdings keinen Aufschluss über die Schutzwirkung. Mindestens genauso wichtig ist daher auch eine gute Polsterung, ggf. ergänzt durch zusätzlich Protektoren. Gerade die Unterarme sind auch trotz Jacke oftmals nur schlecht geschützt. Das selbe gilt für alle Gelenke, also Ellenbogen und Schulter. Ein zu viel an Polsterung macht dich aber unbeweglicher und nicht wenige haben Probleme damit das Schwert über dem Kopf zu führen. Hier hilft also nur anprobieren und testen.

Wenn du vor jedem Freikampf nicht jedes mal 10 Minuten mit Anziehen beschäftigt sein willst, tust du dir einen großen Gefallen und kaufst gleich ein Modell mit fest montierbaren Protektoren. Reinschlüpfen, Reissverschluss hochziehen, fertig. Niemand zwingt dich aber voll aufzurüsten. Ggf. tut es also auch eine leichtere Jacke. Bedenke aber, dass bei einem Wettkampf niemand auf zu dünne Polsterung Rücksicht nehmen wird.

Generell sollte die Jacke am Rumpf eher eng sitzen damit sie beim Arme heben nicht hochrutscht. Optional bietet sich auch ein Gürtel an, wenn man entsprechend tailliert gebaut ist. Mit Bauch bringt er wenig. Die Arme sind in aller Regel weiter geschnitten um die nötige Bewegungsfreiheit zu erhalten. Der Kragen sollte einen Klingenfang besitzen und bis zum Kehlkopf reichen. 

Solltest du dich für einen Neukauf entscheiden, gib ohne schlechtes Gewissen die 20€ mehr für eine Maßanfertigung aus, sollten die Standartmaße nicht exakt deinen eigenen entsprechen. Nichts ist nerviger als eine schlecht sitzende Fechtjacke. Erst recht wenn man mehrere hundert Euro dafür auf den Tisch gelegt hat. 

Preis ab etwa 120€. Modelle mit Protektoren beginnen ab etwa 200€. Die Differenz ist man aber auch schnell für einzelne Protektoren los. Also auch hier lieber gleich etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Dann hat man lange Freude mit seiner Jacke.

Zusätzlicher Bruststichschutz

Hierbei handelt es sich um einen zusätzlichen Schutz aus Hartplastik. Er wird zusätzlich unter der Jacke getragen und besitzt eine Stichfestigkeit von 800N aufwärts. Ich persönlich kann darauf verzichten. Treffer zu Brust und Bauch sind eher selten und eine vernünftige Jacke bietet in aller Regel genug Schutz. Für den Fall, dass im Kampf aber mal eine Klinge abbricht und sich das spitze Ende den Weg durch die Jacke bahnt, kann er sicherlich Leben retten. Ganz ehrlich: Die Wahrscheinlich, dass dies passiert ist sehr gering. Einige Turnierveranstalter schreiben trotzdem einen Brustschutz vor, gerade wenn man mit einer 350N Jacke unterwegs ist. Im Training allerdings hatte bisher niemand das Verlangen danach. So ehrlich muss man sein.

Als Frau kann und darf man dies natürlich anders sehen.

Preis ab etwa 25€.

Handschuhe

Auch hier wieder ein Thema über das man herrlich stunden lang diskutieren und Erfahrungen austauschen kann. Consens ist immer: 100%igen Schutz gibt es nicht. Bei so ziemlich jedem Modell, welches bis dato auf den Markt kam hat sich irgendwann schon mal irgendwann einen dicken Finger geholt. Und trotzdem ein paar Modelle bzw. Hersteller gibt es, die in breiten Kreisen beliebt sind. Ob es nun die Lobsters von SPES, oder die Modelle von „SparringGlove“ sind. Beide Hersteller haben sich ihren Namen in der Szene durch ihren bestmöglichen Schutz verdient gemacht. Trotzdem findet sich bestimmt jemand, der mit genau diesem einen Modell unzufrieden ist/war, weil er/sie sich zu eingezwängt fühlt, zu wenig Bewegung zulässt oder oder oder. Hier hilft leider nur eigene Erfahrungen machen und möglichst viele Modelle live testen. 

Wovon in jedem Fall abgeraten werden kann sind irgendwelche Modelle artfremder Sportarten wie Eishockey etc. Die sind zwar dick gepolstert, haben aber dann doch zu viele Schwachstellen, die bei einem Hockeystock nicht stören. Eine Schwertklinge ist aber ungleich dünner. Spare dir also das Geld. Auch kann ich beruhigt von den Handschuhen von RedDragon abraten, egal wie verführerisch der Preis scheint. Auch von Modellen von Neyman Fencing hört man nichts Gutes. Vom Hersteller selbst ganz zu schweigen.

Los geht´s ab etwa 150€. Spitzenmodelle kosten auch gerne um die 400€

Tiefschutz

Hier widerum muss ich wohl nicht besonders erklären, warum der Einsatz Sinn macht. Treffer dort hin sind selten, aber sie kommen vor.
Wohl der einzige Schutz, welcher nicht speziell für unseren Sport modifizert werden muss.

Um die 10€. 

Unterarm- und Ellenbogenschutz

Ob du zusätzlichen Schutz für deine Arme benötigst, hängt natürlich maßgeblich von deiner Jacke ab. Tatsächlich sind SPES und RedDragon hier die einzig mir bekannten Hersteller, die überhaupt brauchbare Modelle im Angebot haben.

Preis ab 30€.

Knie- und Schienbeinschoner

Hier gilt im wesentlichen das Gleiche wie bei den Armschützern. Brauchbare Modelle gibt es aber aus dem Motorsport. Wichtig ist hier vorallem, dass die Knieschale das Gelenk auch an den Seiten umschließt.

Ab etwa 60€ inkl. Knieschale.

Sonstiges Zubehör

Tasche (wohin mit dem Krempel)

Wie du nun spätestens jetzt weißt, kommt da einiges zusammen. Es gibt von PBT eine Tasche in welche sogar das Schwert hineinpasst. Die meisten haben allerdings eine normale große Reisetasche bzw. Koffer. Das Volumen sollte bei voller Ausstattung wenigstens 80L, besser 100L betragen. Meine hat aktuell 80L und da muss ich schon arg Tetris spielen, damit alles hineinpasst. Auch Rollen für den Transport sind sehr angenehm. Meine Tasche wiegt ziemlich genau 12,5kg und da ist dann wirklich nur das nötigste drin. Das Schwert kommt dann bei mir einfach in das Fach, in dem normalerweise der Griff zum Ziehen verschwindet. So sollte man aber höchstens den Weg vom Parkplatz zur Halle zurücklegen. Für längere Wege zu Fuß oder den Öffentlichen gibt es Taschen, in denen auch das Schwert Platz findet.

Brauchbare Taschen findet man bei Amazon ab etwa 30€

Bezugsquellen

Ausrüstung:

Uhlmann – Fechtsport – Masken und Polsterung

Allstar – Masken, Schuhe

Trainingschwerter.de – Der Standardausrüster in Deutschland, breites Sortiment verschiedener Hersteller. Vereinsmitlgieder erhalten 10% Rabatt.

histfenc.com – Equipment von SPES, direkt vom Hersteller. Etwas günstiger, dafür happige Versandkosten. Ab und zu gute Angebote.

thehemashop.com – Ähnlich aufgestellt wie trainingsschwerter.de. Allerdings aus UK. Je nach Wechselkurs lässt sich hier der ein oder andere Euro sparen. Vertrieb der hauseigenen RedDragon-Linie.

Black Armoury – Breit aufgestellter Online Shop aus Frankreich. Besonders für seine Arcem-Jacken bekannt.

Superior Fencing – Ausrüstung aus Pakistan. Mit Abstand der günstigste Anbieter. Qualitatät allerdings schwankend. Maßanfertigungen können passen, müssen aber nicht. Die Meinungen gehen von sehr gut bis unterirdisch.

Sparring Gloves – Spezialhersteller für Handschuhe mit sehr guter Schutzwirkung.

Highhill Pants – Die besten Hosen der Welt mit ultimativem Swag. Beschert dem Träger automatisch +100 Skill.

Schwerter und Federn:

Aureus Swords – gehobenes Preissegment ab etwa 375€

Black Fencer – DIE Anlaufstelle für Synthetikwaffen. Naturgemäß gegen Stahl und entsprechend bei uns im Training nicht zu gebrauchen. Trotzdem sehr gute Qualität. Vorallem für Schlachtschwerter für Solodrills. Ab etwa 150€

Ensifer – gehobenes Preissgment ab 350€

Fabri Armorum – Solide Einstiegswaffen. Nahezu unverwüstlich. Von vielen als Eisenbahnschienen verspottet. Ab etwa 220€

Kvetun Armoury – Einstiegssegment ab 220€; Ugly but good

Poker Armory – Noch recht frisch am Markt. Hat sich allerdings schnell einen guten Namen gemacht. Ab etwa 200€

Regenyei Armory – Für viele die Standardfeder schlechthin. Solide Qualität im Einstiegssegment. Ab 220€

Swords Szymon Chlebowski – Sehr schöne Federn im mittleren Preissgment. Um die 300€ aufwärts.

Bloss – Ebenfalls sehr gute und schöne Waffen der mittleren Preiskategorie. Ab etwa 250€

SIGI – Historische Waffen als moderne Turnierwaffen neu interpretiert. Ebenfalls noch recht neu in der Szene aber bereits jetzt mit gewissem Kultstatus und guter Qualität. Ab etwa 300€


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.