Lust auf Kampfkunst, Fitness und ein Hobby der etwas anderen Art? Bei uns kannst du Schwertkampf lernen!

Schwertkampf lernen?

Als Europäischer Schwertkampf bzw. Schwertfechten wird die historische Kampfkunst bezeichnet, die dem mittelalterlichen und frühmodernen Fechten mit Schwertern in Europa zugrunde liegt. Diese Kampfkünste sind inhaltlich vom Sportfechten des 19. und 20. Jahrhunderts zu unterscheiden. 

Der historische europäische Schwertkampf kann heute aufgrund der zeitgenössischen Fechtbücher rekonstruiert werden. Das Schwertfechten des 14. und 15. Jahrhunderts war eine von feinen Techniken geprägte Kampfkunst. Die Blütezeit des organisierten Schwertkampfes umspannt das Hochmittelalter, Spätmittelalter und die Renaissance (13. bis 16. Jahrhundert). Organisierte Fechtschulen und Fechtgesellschaften (Fechtmeister) gewannen ab dem späten 13. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung und waren im ganzen Gebiet des Heiligen Römischen Reiches verbreitet.

Sparring

Was ist das genau?

Schwertkampf, bzw. das Schwertfechten ist heute ein absoluter Nischensport, erfreut sich national und international aber steigender Beliebtheit und Verbreitung und hat im Übrigen weder etwas mit dem sogenannten Schaukampf aus Theater, Film und Fernsehen, noch mit sog. LARP, dem mittelalterlichem Fantasyrollenspiel zu tun. Auch wenn es hier technisch sicherlich Adaption und Überschneidungen gibt, möchten wir uns ausdrücklich von dieser Art der Ausübung distanzieren.Obwohl auch bei uns der Spaß an erster Stelle steht, so praktizieren wir ernstzunehmenden Kampfsport.

Das heißt ihr kämpft auch auf Turnieren?

Wir bereiten uns mit unserem Training aktiv auf die Teilnahme an solchen Events vor. Der Rahmen ist aber meist überschaubar und findet in der Regel mit und bei befreundeten Vereinen statt. Letztlich steht auch hier der Spaß im Vordergrund. Aber anders als in vergleichbaren Sportarten gibt es unter den Athleten allerdings keine Klassen oder Ränge. D.h. es besteht auch die Möglichkeit als absoluter Neuling auf einen nationalen oder internationalen Profi zu treffen. Die gesamte Szene inklusive Turnierwesen befindet sich in Entwicklung. Kurzum gilt für große Turniere: Entweder man kann es, oder eben nicht. 

Der Weg dort hin ist steinig und erfordert jahrelanges Training und Disziplin.

Freundschaftsturniere mit anderen Fechtgruppen sind, wie erwähnt, natürlich nicht ausgeschlossen und finden unregelmäßig statt.

Und wie genau darf man sich das Training bei euch vorstellen?

Unser Training teilt sich in Techniktraining mit leichtem Schutz (ggf. Fechtmaske und Handschuhe) und zum Ende hin, für die jenigen die möchten, in den Vollkontaktkampf in voller Ausrüstung.

Im Techniktraining verwenden wir als Vorlage historische Quellen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Zu unserem Glück gibt es heute zahlreiche überlieferte Fechtbücher alter Meister, die ganz oder teilweise die Zeit überdauert haben. Diese sind zum Teil in Mittelhochdeutsch, teilweise in Frühneuhochdeutsch verfasst und entsprechend schwer zu lesen, zu verstehen und zu interpretieren. Der Spielraum, für das, was letztlich in der Praxis Umsetzung findet ist entsprechend groß. Wir sind deshalb in der Regel sehr demokratisch und diskutieren und probieren die für uns richtige Umsetzung herbei. Wir haben in unserem Sport keine Altmeister, die ihr Können von vorherigen Generationen erlernen konnten. Das Wissen ging weitesgehend gänzlich verloren. Über die Korrektheit der Interpretation urteilt letztlich immer die sinnvolle Umsetzung in der Praxis.

Zur Ergänzung nutzen wir natürlich auch Youtube und andere Medien sowie den allgemeinen Austausch mit Gleichgesinnten, da andere Vereine durchaus schon wertvolle Vorarbeit leisten konnten und Anderen daran Teilhabe gewähren. Seminare finden sich regelmäßig und werden auch angefahren.

Das Techniktraining bildet aber immer nur die Vorausbildung zum Freikampf. Hier gilt es das Erlernte unter schweißtreibendem Stress umzusetzen zu lernen. Hierfür verwenden wir angepasste Stilmittel, beschäftigen uns mit dem Lesen und Fühlen des Gegners und seiner Klinge und natürlich auch mit der eigenen Psyche und Herangehensweise. Ziel ist immer einen Flow zu entwickeln, anstatt unkoordiniert aufeinander einzuschlagen. Schließlich betreiben wir Kampfkunst und Kunst kommt von Können 😉 Entsprechende Schutzausrüstung wird spätestens hier unabdingbar.

Beide Aspekte des Trainings finden bei uns gleichbedeutend Ihren Platz. Deshalb wechselt die entsprechende Didaktik wöchentlich.

Klingt interessant, aber ich und Schwertkampf lernen?

Unsere Mitglieder sind zur Zeit zwischen 16 und etwa 50. Egal ob dick, dünn, jung, alt, männlich, weiblich, Leistungssportler oder Couchpotatoe. Jeder kann und darf bei uns teilnehmen, ob mit Handicap, oder ohne. Niemand wird in schwere Ausrüstung oder zur Teilnahme am Vollkontakttraining, geschweige denn Turnieren, gezwungen. Wir ziehen jeden mit und setzen am jeweiligen Wissensstand an. Sportsgeist und Spaß an der Sache ist für uns entscheidend. Du findest die Techniken interessant, möchtest aber die sportliche Auseinandersetzung meiden? Kein Problem. Du hast seit Jahren keinen Sport gemacht? Dann wirds Zeit!. Du hast nichts passendes anzuziehen? Da können wir dir leider auch nicht helfen, stellen aber auch keine großen Ansprüche 🙂

Wir veranstalten regelmäßig Probetrainings für Interessierte. 
Schau dir den Spaß an, lerne uns kennen und urteile selbst. 


Wir freuen uns auf dich!

Mehr zum Thema Schwertkampf findest du in unserem Blog: